DÄMMERLYRIK (Version 2, 31.3.97)
Im Dämmerlicht der regenschweren Tage
entdeckt sich nicht Oktober oder März;
der Feiertag sinkt dumpf, der Alltag öde
ins traurige Gemüt als zäher Schmerz.
Im Dämmerlicht der regenschweren Tage
verfärbt sich leicht ein fühligfaules Herz;
verwelkt, verstaubt, verkümmert und wird spröde,
beschwert sich - und empfiehlt sich himmelwärts.
Im Dämmerlicht der regenschweren Tage
Vergessen suchen wäre aussichtslos;
bedeckt sind Himmel, Erde und Gebeine,
klein ist der Mut, und all die Sorgen groß.
Im Dämmerlicht der regenschweren Tage
möcht Manches heim zum alten Mutterschoß;
und manches möcht verwesen ins Gemeine,
und traut sich nicht und härmt und grämt sich bloß.